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Bommersteintunnel-Schutzwand

Teilerneuerung Bommersteintunnel

Tunnelsanierung, Fahrbahnarbeiten, Instandsetzung von Ingenieurbauten

#Shortfacts

Ort
Walenstadt – Mols, Schweiz
Bauzeit
2021 – 2023
Auftraggeber
Schweizerische Bundesbahnen SBB
Ausführende Unternehmen
Rhomberg Sersa Rail Group (Schweiz)

Über das Projekt

Der 478 Meter lange doppelspurige Bommersteintunnel ist ein wichtiger Teil der Bahnstrecke Zürich–Chur und wurde über einen Zeitraum von rund eineinhalb Jahren instand gesetzt und so fit für die nächsten 30 Jahre gemacht.  

Im Rahmen des Projekts wurde eine funktionelle Gewölbeabdichtung und -entwässerung sichergestellt. Zusätzlich erfolgten eine Sohlen- und Gleisabsenkung sowie eine Widerlagerunterfangung im Pilgerschrittverfahren. Zur Einhaltung der Lichtraumprofilfreiheit für EBV 2 wurde die Bauausführung durch Longarinen gesichert. Der Vortrieb erfolgte sowohl im Spreng- als auch im maschinenunterstützten Verfahren. 

Zur Erhöhung der Sicherheit wurden 25 m ab dem Tunnelportal zusätzliche Personenschutznischen erstellt. Bestehende Nischen wurden von 2 m² auf 3 m² vergrößert. 

Neben der eigentlichen Tunnelsanierung umfasste das Projekt auch die Instandsetzung mehrerer Ingenieurbauten. Dazu zählen: 

  • mehrere Stützmauerwerke 
  • beide Tunnelportale 
  • eine Straßenüberführung 
  • Mastfundamente 
  • die Umlegung eines Bachdurchlasses 

Der bestehende Bachdurchlass wurde instandgesetzt. Zusätzlich wurde eine Umleitung inklusive Abdichtung neu erstellt. 

Der bestehende Oberbau wurde durch die SBB AG, Infrastruktur, Instandhaltung ausgebaut und nach Abschluss der Arbeiten wieder neu eingebaut. 

Die RBT AG verantwortete den Aushub sowie die Unterbausanierung inklusive Fahrbahnentwässerung mit Bankettsicherung und den Einbau der Vorschotterung. 

Bommersteintunnel-Sohlenabsenkung mit Fräse

Die Instandsetzungsarbeiten erfolgen etappenweise bei Aufrechterhaltung des Bahnbetriebs. Zuerst wurde das seeseitige Gleis außer Betrieb genommen und instandgesetzt, während der Zugverkehr im zweigleisigen Tunnel über das bergseitige Gleis weitergeführt wurde. Im Anschluss wurde das bergseitige Gleis außer Betrieb genommen und instandgesetzt.

Zu Beginn wurden die Arbeiten im Nachtschichtbetrieb innerhalb definierter Nachtintervalle ausgeführt. Dabei wurden Rühlwandträger gebohrt, um in späteren Nachtsperren eine insgesamt 3.250 m² große Schutzwand zu montieren. 

Bommersteintunnel-Schutzwand-Betriebsseite

Schlüsselpersonen

  • Projektleiter: Stefano Cheli
  • Baustellenchef / Stv. Projektleiter: Lukas Herburger
  • Bauführer: Marco Würsch, Sven Meyer
  • Polier: Manfred Warnuth, Georg Gregorincic

Besonderheiten

  • Doppelspur unter Betrieb  
  • Kurze Nachtintervalle  
  • Zweischichtbetrieb  
  • Schienengebundene Logistikleistungen  
  • Umbau unter Betrieb  
  • Sprengvortrieb und maschinenunterstützter Vortrieb  
  • Eingeschränkte Platzverhältnisse  
  • Herausfordernde Logistik 
  • Starker Wasseranfall  
  • Baugrubensicherung  
  • Erhöhte Sicherheitsmassnahmen 

Technische Daten

  • Abbruch Spritzbetonschale alt: 250 m2
  • Unterbausanierung mit AC Rail und Fundationsschicht: 454 m  
  • Unterbausanierung Felsstrecke mit Sohlbeton: 615 m
  • Profilschrämen Mauerwerk: 750 m2
  • Rühlwandträger: 426 Stk.
  • Zementinjektionen: 500 to
  • Ankersicherungen inkl. Longarinen: 750 Stk. 
  • Kabelkanal: 1000 m
  • Wiederlagerunterfangung: 2’000 m2
  • Nischenanpassungen: 16 Stk.
  • Neubau Nischen: 4 Stk.
  • Gewölbeentwässerungen: 1’450 m 
  • Neue Spritzbetonschale (8cm): 8'100 m2
  • Entwässerungsleitungen: 1'750 m
  • Schächte: 38 Stk.
  • Mast- und Ankerfundamente: 58 Stk.
  • Aushub/Ausbruch (fest): 16'500 f m3
  • Neuer Sohlenbeton: 470 m3
  • Bachdurchlass (Querschnitt, d=2.20m): 25 m
  • Baugrubenaushub: 690 m
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